Mit unserer Teilnahme am Fassadenwettbewerb zur architektonischen und städtebaulichen Weiterentwicklung der Elisabeth‑von‑Thadden‑Schule in Heidelberg haben wir einen eigenständigen, prägnanten Beitrag entwickelt, der das Thema inhaltlich wie gestalterisch weiterführt. Der Wettbewerb umfasst den teilweisen Rückbau bestehender Gebäudestrukturen sowie die Neuordnung des Schulhauses im Park – ein sensibler Prozess, der sowohl räumliche Klarheit als auch gestalterische Präzision erfordert. Unsere Entwurfsidee, zielt darauf ab, den Campus in seiner Identität zu stärken und zugleich zukunftsfähige Lern- und Aufenthaltsräume zu schaffen.
Wettbewerbsbeitrag "Neubau Elisabeth-von-Thadden-Schule"
- Heidelberg 2026 -
Gestaltungsidee
Der Entwurf nimmt die für Wieblingen typische Materialität aus Sandstein und Holz auf und überführt sie in eine zeitgemäße, zurückhaltende Architektursprache. Die funktional unterschiedlichen Gebäude erhalten dabei jeweils eine spezifische Ausformulierung. So entsteht ein Ensemble, das sich selbstverständlich in die Farb- und Materialstimmung des Stadtteils einfügt und zugleich eine eigene Identität entwickelt.
Städtebauliche Einbindung
Die geplante Schulerweiterung gliedert sich in drei eigenständige Baukörper, die jeweils präzise auf das städtebauliche Umfeld reagieren und so unterschiedliche räumliche Situationen aufnehmen. Durch die gezielte Verdrehung der Gebäudeteile entstehen klar definierte, gut nutzbare Freiräume, die den Campus strukturieren und Aufenthaltsqualitäten schaffen. Gleichzeitig setzen die Verschwenkungen städtebauliche Signale, die den Neubau im Kontext verankern und der Schule eine prägnante, zeitgemäße Identität verleihen. Die Dachlandschaft greift formal die Sprache der Dachformen des benachbarten Mittelstufenbaus auf und übersetzt sie in gereihte Pultdächer. Durch diese Anpassung wird die Traufhöhe nach unten korrigiert, wodurch die Gebäude eine weniger massive Erscheinung erhalten.
Klima- und Energiekonzept
Der Entwurf folgt einem ganzheitlichen Klima‑ und Energiekonzept, das architektonische, technische und ökologische Maßnahmen miteinander verzahnt. Im Bereich der energetischen Gebäudeeffizienz sorgen ein konstruktiver Sonnenschutz sowie eine integrierte PV‑Anlage für reduzierte Energieverbräuche und eine effiziente Nutzung erneuerbarer Ressourcen. Ergänzend dazu stärkt ein umfassendes Regenwassermanagement die ökologische Funktion der Freiflächen und unterstützt eine ressourcenschonende Bewirtschaftung. In der Materialwahl kommen nachhaltige, langlebige Baustoffe sowohl in den Außenanlagen als auch in den Gebäudeteilen zum Einsatz. Abgerundet wird das Konzept durch Fassadenbegrünungen, die das Mikroklima verbessern, Biodiversität fördern und die Aufenthaltsqualität auf dem Campus erhöhen.
Hier der Link zur bereits realisierten Erweiterung der Ellisabeth-von-Thadden Schule von 2022:
www.ap88-architektur.de/werkraum/detail/erweiterung-elisabeth-von-thadden-schule




