Im Patrick-Henry-Village (PHV) in Heidelberg zeigen zwei sanierte Wohnzeilen aus den 1950er Jahren, wie nachhaltige Stadtentwicklung im Bestand gelingen kann. Durch Dachausbau und Holzaufstockung wurden die ursprünglich 33 Wohnungen auf 58 Wohneinheiten erweitert. Damit entstanden 25 zusätzliche Wohnungen, ohne neue Flächen zu versiegeln. Nicht nur die Fläche, sondern auch die vorhandenen Gebäude und Materialien wurden als Ressource verstanden.
Zeile und Krone
- Nachhaltige Nachverdichtung im Heidelberger Patrick-Henry-Village 2026 -
Graue Energie
Statt Abriss und Neubau wurden die vorhandenen Gebäude konsequent weitergenutzt. So konnte ein großer Teil der bereits im Bestand gebundenen sogenannten grauen Energie erhalten und der Ressourcen- sowie CO₂-Verbrauch deutlich reduziert werden. Ergänzt wird das Konzept durch Holzbauweise bei der Aufstockung, Photovoltaikanlagen auf den Dächern, Fernwärmeversorgung und den Erhalt wertvoller Grün- und Freiflächen.
Zweite Chance
Intelligente Nachverdichtung
Das Projekt besitzt Vorbildcharakter weit über Heidelberg hinaus: In Deutschland gibt es noch zahlreiche Wohnsiedlungen mit vergleichbaren Zeilenbauten aus den 1950er- und 1960er-Jahren. Das PHV zeigt, wie durch intelligente Nachverdichtung im Bestand dringend benötigter Wohnraum geschaffen werden kann, ohne zusätzliche Flächen zu verbrauchen und mit deutlich geringerem Ressourcenaufwand als bei einem Neubau auf der grünen Wiese.
Fotos: Christian Buck









